Sie fragen sich, was es mit dem Namen auf sich hat? Nun, ganz einfach: Zores [ˈzɔːrəz] saarländisches Substantiv, maskulin –  1. Zustand gestörter, fehlender Ruhe; 2. ständige Bewegung; 3. [heftiger] Unmut, Unwille, Verstimmung; 4. unkontrolliertes Chaos; 5. querulantes [unangenehmes] Verhalten

ZORES entstand 2016 im Zuge der Beschäftigung mit exilierten KünstlerInnen, die bei uns aufgenommen wurden und hier als Kunstschaffende tätig sind. Fast alle ZORES.AKTEURE sind seit einiger Zeit in der Betreuung von Geflüchteten tätig, sowohl in der Alltagshilfe wie im künstlerischen Umfeld. Das Thema „Flucht-Migration-Exil“ ist seit 2013/2014 und insbesondere seit 2015 in unserem Land angekommen. Auf vielen Ebenen wird daran mitgeholfen, dass die Geflüchteten perspektivisch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Denn neben der alltäglichen Herausforderung, die durch den Integrationsbemühungen entstehen, ist auch die KUNST Bestandteil des Lebens. Eine Vielzahl von KünstlerInnen zeigen dies durch ihre Arbeit: KUNST hilft in der Integration.

Mit der ZORES-Initiative möchten wir unsere Erfahrungen und das künstlerische Potential des Netzwerks nutzen, um die Gesellschaft wieder ein Stück zusammen zu bringen. Wir wollen die Erlebnisse aus dem Abenteuer Flüchtlingshilfe aufarbeiten und der saarländischen Bevölkerung als Dankeschön für die breite Unterstützung ein spartenübergreifendes Kultur-Geschenk machen, das sich in Form von Musik, Tanz, Theater, Bildender Künste, Film und Literatur im Laufe dieses Jahres – auch in Hinblick auf die anstehenden Wahlen – zeigen soll.

EXIL und KUNST ist schon eine besondere Situation, die viele Möglicheiten eröffnet. Es gibt viele KünstlerInnen aus den Fluchtländern, die viel zu oft unter dramatischen Umständen den Weg zu uns gefunden haben. Musiker, Tänzer, Schauspieler, Sänger, Maler, Schriftsteller oder Photographen – KünstlerInnen jeder Couleur und mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Wir wollen mit ZORES eine Möglichkeit schaffen, dass sich die KünstlerInnen noch besser und in größerem Maße darstellen können. Dies wollen wir in einer Serie von Events 2017 realisieren, um so ein zusammen hängendes Bild der Vielfalt zu zeigen, die mit der Kultur der Menschen aus den Fluchtländern zu uns gekommen ist.

[Bild: ein Teil des Teams]

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